Zum Inhalt

Gammaastronomie

In Dortmund konzentrieren wir uns auf die bodengebundene Gammaastronomie mit bildgebenden atmosphärischen Tscherenkow-Teleskopen. Diese Teleskope reagieren empfindlich auf die nur wenige Nanosekunden langen und sehr schwachen Lichtpulse von Tscherenkow-Licht, die von ausgedehnten Luftschauern in der Atmosphäre erzeugt werden.

Mit dem Tscherenkow-Licht sind diese Teleskope in der Lage, Gammastrahlen im Energiebereich von nur 30 GeV bis zu mehreren hundert TeV zu messen.

Foto der MAGIC-Teleskope auf La Palma © Robert Wagner ​/​ MAGIC
Die zwei MAGIC (Major Atmospheric Gamma-Ray Imaging Cherenkov)-Teleskope, auf dem Roque de los Muchachos auf der kanarischen Insel La Palma.

Die Verwendung hochenergetischer Gammastrahlung bietet einen einzigartigen Blick in das Universum. Nur die extremsten Objekte, wie Supernova-Reste in unserer eigenen Milchstraße und supermassive Schwarze Löcher in den Zentren anderer Galaxien, sind Quellen der Gammastrahlung bei TeV-Energien.

Schwerpunkt in Dortmund

Wir konzentrieren uns darauf, die Empfindlichkeit dieser Instrumente zu verbessern, indem wir neue, maschinenlernorientierte Analysemethoden entwickeln, die für diese Instrumente notwendigen umfangreichen Simulationen verbessern und die inversen Probleme lösen, die bei der Schätzung der spektralen Energieverteilung der kosmischen Gammastrahlenquelle auftreten.

Um dies alles zusammenzufassen, sind wir auch Teil der offenen Gammastrahlenastronomie und entwickeln gemeinsame Datenformate und Analysetools.

Experimente

Unsere Gruppe ist Mitglied in drei internationalen Kooperationen in der Tscherenkow-Astronomie. MAGIC ist ein Array von zwei 17m-Teleskopen am Roque de los Muchachos Observatorium auf La Palma, Spanien und eines der empfindlichsten derzeit beobachtenden Tscherenkow-Teleskope. FACT ist ein kleineres Teleskop mit 4m Durchmesser direkt neben MAGIC, das die Machbarkeit moderner Silizium-Photomultiplikatoren in der Tscherenkow-Astronomie und zur kontinuierlichen Überwachung hell aktiver galaktischer Kerne demonstriert. CTA wird die nächste Generation und das empfindlichste Teleskoparray sein, die je gebaut wurde. Derzeit in der Planungs- und Bauphase konzentriert sich die Arbeit hier vor allem auf die Simulation und die Analysesoftware.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.