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Radioastronomie

Radiowellen decken den niederenergetischen Bereich des elektromagnetischen Spektrums ab. Die Wellenlänge dieser Strahlung liegt etwa zwischen einem Millimeter und 10 Metern. Da die Erdatmosphäre für Radiowellen transparent ist, ist eine direkte Messung auf der Erde möglich. In den meisten Fällen geschieht dies mit großen Radioschüsseln oder Antennen. Diese Detektoren können einzeln messen oder als Interferometer zusammengeschlossen werden, um eine sehr hohe Auflösungen zu erreichen.

Im Gegensatz zur Gamma- und Neutrinoastronomie kann die Radioastronomie die Morphologie von extra-galaktischen Quellen untersuchen. Beobachtungen mit dem VLBA oder LOFAR liefern hochauflösende Bilder von kosmischen Beschleunigern wie aktiven galaktischen Kernen. Die Kombination von Informationen aus dem gesamten elektromagnetischen Spektrum in so genannten Multiwellenlängenanalysen hilft, deren Emissions- und Beschleunigungsprozesse zu verstehen.

 

Räumliche Emissionsverteilung von 3C84 im Radiobereich © Lena Linhoff ​/​ TU Dortmund
Die Radio Galaxie 3C84 beobachtet mit dem Very Long Baseline Array (VLBA) im Jahr 2016. Die Daten stammen von dem VLBA-BU Blazar Monitoring Program.

Die Verwendung von Meterwellenlängen für die astrophysikalische Forschung bietet beispiellose Einblicke in viele astrophysikalische Prozesse, die im Rahmen des GLOW-Konsortiums untersucht werden.

Mit der neuen Generation von Radiointerferometern - wie LOFAR und SKA - wird der Forschungsbereich großer Datenmengen für die Radioastronomie immer wichtiger. Die Analyse aller Beobachtungen in angemessener Zeit erfordert neue Analysetechniken. In Zusammenarbeit mit der Informatik im Rahmen der SFB876 entwickeln wir Lösungen im Bereich des maschinellen Lernens. 

Ein weiteres Projekt ist die Automatisierung von Radioteleskopen, bei denen die Robotisierung der Prototypantenne MPG-SKA ein Wegweiser ist. Ein zentraler Aspekt zur Realisierung automatisierter Beobachtungen ist das Data Mining von Sensor-Metadaten.

 

Themen, die in Dortmund abgedeckt werden, sind:

  • Jet kinematische Analyse
  • Analyse von LOFAR-Beobachtungen
  • Robotisierung der MPG-SKA-Prototypenantenne
  • Analyseverfahren für SKA-Beobachtungen

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.