Ruhr Innovation Lab als Exzellenzverbund ausgewählt
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Die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum wurden mit ihrem gemeinsamen Ruhr Innovation Lab (RIL) im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern als Exzellenzverbund ausgewählt. Die Exzellenzstrategie gehört zu den wichtigsten Förderprogrammen für Spitzenforschung in Deutschland und unterstützt Universitäten, die sich durch besonders gute Forschung und überzeugende Zukunftskonzepte auszeichnen. Die Auswahl als Exzellenzverbund ist daher eine besondere Anerkennung für die wissenschaftliche Arbeit beider Universitäten. Ab 2027 erhalten die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum zusätzliche finanzielle Mittel, um ihre Forschung und Zusammenarbeit weiter auszubauen.
Besonders freuen wir uns darüber, dass die Astroteilchenphysik ein prominenter Teil des Ruhr Innovation Labs ist. Sie ist im Schwerpunkt „Matter in Terrestrial & Cosmic Laboratories“ vertreten, einem von insgesamt nur vier Forschungsschwerpunkten des Verbunds. Hier untersuchen Forschende die grundlegenden Eigenschaften und Wechselwirkungen von Materie, sowohl in Experimenten auf der Erde als auch durch die Beobachtung des Universums. Unsere Arbeitsgruppe bringt dazu ihre Forschung zu kosmischer Strahlung, Neutrinos und Gammastrahlung ein. Anhand von Daten verschiedener internationaler Observatorien untersuchen wir, wo Neutrinos und Gammastrahlung entstehen und welche physikalischen Prozesse für die Beschleunigung kosmischer Teilchen verantwortlich sind.
Eine wichtige Grundlage für das Ruhr Innovation Lab bilden bereits bestehende Forschungskooperationen, an denen unsere Arbeitsgruppe beteiligt ist. Im Sonderforschungsbereich 1491 „Cosmic Interacting Matter“ arbeiten Forschende verschiedener Disziplinen gemeinsam an Fragen zur Wechselwirkung kosmischer Materie. Das Ruhr Astroparticle and Plasma Physics Center (RAPP Center) fördert zudem den Austausch zwischen der Astroteilchenphysik, Teilchenphysik, Hadronenphysik und Plasmaphysik im Ruhrgebiet. Die Zusammenarbeit mit dem Lamarr-Institut verbindet unsere Forschung mit Methoden aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz, die unter anderem bei der Auswertung großer Datenmengen aus astrophysikalischen Experimenten eingesetzt werden. Das Ruhr Innovation Lab führt diese unterschiedlichen Forschungsgebiete zusammen, um gemeinsam grundlegende Fragen der Physik zu untersuchen, etwa die bislang ungeklärte Herkunft der ultrahochenergetischen kosmischen Strahlung.
Im Rahmen der Begutachtung des Ruhr Innovation Labs organisierte unsere Arbeitsgruppe eine Ausstellung, die Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum gab. Vorgestellt wurden unter anderem das IceCube-Neutrinoobservatorium am Südpol, das Radio Neutrino Observatory Greenland (RNO-G), die MAGIC- und FACT-Teleskope, das Cherenkov Telescope Array (CTAO) auf La Palma sowie das Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien. Verschiedene Modelle gaben Einblicke in den Aufbau der Observatorien, darunter auch ein gemeinsam mit dem Lamarr-Institut entwickeltes Modell des IceCube-Detektors.
Wir freuen uns sehr über den Erfolg der gemeinsamen Bewerbung der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum und sind stolz darauf, mit unserer Forschung Teil des Ruhr Innovation Labs zu sein. Die Förderung ab 2027 bietet uns die Möglichkeit, bestehende Kooperationen im Ruhrgebiet weiter zu vertiefen und gemeinsam an offenen Fragen der Astroteilchenphysik zu forschen.



